17 Jänner, 2007
09 Jänner, 2007
Haubentaucher des Monats Jänner
Sylvester Stallone, Boxer-Opa
Der Mann hatte in den letzten 30 Jahren wohl sehr schlechte Finanzberater. Denn nur so ist es erklärbar, dass uns Mr. Stallone gerade eben einen "neuen" Rocky-Film bescheren musste. Sich mit knapp 60 noch in die Boxhose quetschen zu müssen, das nennt man wohl auf den Hund gekommen (im Bild oben). Aber wenn sich nicht einmal mehr ein ordentlicher Regisseur findet (und man deswegen selbst mit blutigem Mäulchen hinter die Kamera muss) und wenn sogar Typen wie Dolph Lundgren dankend ablehnen, sich erneut vor der Weltöffentlichkeit lächerlich zu machen, dann ist die Karriere wohl am absoluten Tiefpunkt angelangt. Ach was, denkt sich unser Haubentaucher des Monats, und hängt 2008 auch noch den vierten Teil von Rambo dran. Danke, Sly.
Rocky auf IMDB.com
Der Mann hatte in den letzten 30 Jahren wohl sehr schlechte Finanzberater. Denn nur so ist es erklärbar, dass uns Mr. Stallone gerade eben einen "neuen" Rocky-Film bescheren musste. Sich mit knapp 60 noch in die Boxhose quetschen zu müssen, das nennt man wohl auf den Hund gekommen (im Bild oben). Aber wenn sich nicht einmal mehr ein ordentlicher Regisseur findet (und man deswegen selbst mit blutigem Mäulchen hinter die Kamera muss) und wenn sogar Typen wie Dolph Lundgren dankend ablehnen, sich erneut vor der Weltöffentlichkeit lächerlich zu machen, dann ist die Karriere wohl am absoluten Tiefpunkt angelangt. Ach was, denkt sich unser Haubentaucher des Monats, und hängt 2008 auch noch den vierten Teil von Rambo dran. Danke, Sly. Rocky auf IMDB.com
08 Jänner, 2007
Buchanfang des Monats Jänner
Thomas Glavinic: Die Arbeit der Nacht. Erschienen 2006 bei Hanser.
Eines wollen wir gleich außer Streit stellen: Glavinic ist eines der größten Talente der österreichischen Gegenwartsliteratur. Jedes seiner Bücher ist thematisch und stilistisch neu angelegt, es gibt keine schriftstellerische Routine (siehe Wolf Haas). Allerdings ist Glavinic auch noch ein gutes Stück von der - im Feuilleton bereits herbeigeschriebenen - literarischen Perfektion entfernt. "Die Arbeit der Nacht" ist ein Buch mit vielen guten Ansätzen, mit einem gewaltigen Thema ("der letzte Mensch auf der Welt"), leider aber auch mit vielen logischen Mängeln und mit gut 150 Seiten zu viel. Keine Ahnung, wer den Autoren und Verlagen eingeredet hat, jedes Buch müsse ein "Opus magnum" mit mindestens 400 Seiten sein. So könnte man denjenigen, die das Buch bisher noch nicht gekauft haben, vielleicht folgendes empfehlen: Lesen Sie auf jeden Fall die ersten 100 Seiten - und wenn sie genug Zeit haben auch den Rest.
Eines wollen wir gleich außer Streit stellen: Glavinic ist eines der größten Talente der österreichischen Gegenwartsliteratur. Jedes seiner Bücher ist thematisch und stilistisch neu angelegt, es gibt keine schriftstellerische Routine (siehe Wolf Haas). Allerdings ist Glavinic auch noch ein gutes Stück von der - im Feuilleton bereits herbeigeschriebenen - literarischen Perfektion entfernt. "Die Arbeit der Nacht" ist ein Buch mit vielen guten Ansätzen, mit einem gewaltigen Thema ("der letzte Mensch auf der Welt"), leider aber auch mit vielen logischen Mängeln und mit gut 150 Seiten zu viel. Keine Ahnung, wer den Autoren und Verlagen eingeredet hat, jedes Buch müsse ein "Opus magnum" mit mindestens 400 Seiten sein. So könnte man denjenigen, die das Buch bisher noch nicht gekauft haben, vielleicht folgendes empfehlen: Lesen Sie auf jeden Fall die ersten 100 Seiten - und wenn sie genug Zeit haben auch den Rest.


